Thema der Woche: Auszüge aus der Homepage der Fa. Bayer

 
Infektionskrankheiten der Atemwege
 

Infektionskrankheiten der Atemwege...

stellen eines der wichtigsten Bestandsprobleme dar und zählen mit zu den häufigsten inneren Erkrankungen des Pferdes. Ihr klinisches Erscheinungsbild ist ebenso komplex wie ihre Ursachen und Folgen. Je nachdem wie krank ein "hustendes" Pferd ist, kann es von einem kurzfristigen Leistungsrückgang bis zur völligen und dauerhaften Leistungsunfähigkeit kommen.
Häufig kommt es erst durch das Zusammenspiel mehrerer infektiöser Stressfaktoren zu Infektionen der Atemwege. Erreger aller Gruppen können zu Atemwegserkrankungen führen. Besondere Beachtung muss hier wiederum den Viren beigemessen werden, die die Schleimhäute schädigen und die körpereigene Abwehr der Pferde schwächen können. An den geschädigten Schleimhäuten können somit normal vorkommende ungefährliche Bakterien überhand nehmen und ihre krankmachenden Eigenschaften ausbilden.

 

 

Infektionsbegünstigende Faktoren :

Infektionsbegünstigende Faktoren - so genannte Stressoren - wie starke körperliche Belastung oder Überforderung, ungenügende Stallhygiene (Schadgase, Staub, Allergene, unzureichende Lüftung usw.), Fütterungsfehler, häufiger Milieuwechsel, Parasitenbefall, hormonelle Störungen, Immunsuppression usw. können das Immunsystem von Pferden so weit schädigen, dass auch sonst gutartig verlaufende Infektionen mit normalerweise harmlosen Erregern Erkrankungen zur Folge haben können. Alle diese Viren sind unter unseren Pferdepopulationen weit verbreitet.
Die wichtigsten in Deutschland vorkommenden Atemwegserkrankungen werden von folgenden Viren ausgelöst: Equines Herpesvirus Typ 1, 2 und 4, Influenzavirus A-equi 1 und A-equi 2 sowie Rhinoviren.

Schutzimpfung möglich:

Gegen viele dieser Erreger werden Schutzimpfungen angeboten, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müssen. Hygiene ist die beste Unterstützungsmaßnahme jeder Impfprophylaxe. Zur Vermeidung von Neueinschleppungen sollten Pferde nur mit ordnungsgemäß durchgeführter und ausgewiesener Schutzimpfung eingestellt werden. Ansonsten sind Quarantänemaßnahmen empfehlenswert. Zusätzlich sind Injektionen zur Aktivierung bzw. optimalen Regulierung der allgemeinen Körperabwehr bei der Bekämpfung von Atemwegserkrankungen des Pferdes besonders effektiv.

Die Haut des Pferdes

Abwarten ist selbstverständlich:

Körperpflege beginnt zwar vor der Arbeit - aber nach der Arbeit ist Ihr vierbeiniger Partner verschwitzt. Das so genannte Abwarten - also das Reinigen nach der Arbeit - sollte nun selbstverständlich sein. Schließlich liegt Ihnen Ihr Partner ja am Herzen. Und denken Sie daran: Stellen Sie nie Ihr Pferd nass geschwitzt in den Stall, sondern reiten oder führen Sie es 10 bis 15 Minuten im Schritt trocken.

Eine rundum saubere Sache:

Wenn der salzhaltige Schweiß nach Training und Wettkampf auf der Haut und dem Fell Ihres Pferdes zurückbleibt, kann das schnell zum Wundscheuern führen. Gehen Sie daher behutsam vor.

Hautpilze:

Die feuchtwarme Stalluft bietet Hautpilzen leider, trotz gesunder Ernährung und artgerechter Haltung, viele Möglichkeiten zu wachsen und sich auszubreiten. Hautpilze erkennen Sie zunächst an gespreizten Haaren mit kleinen Krusten darunter, die sich irgendwann lösen und so zu kahlen Stellen führen. Sobald Sie diese Symptome erkennen, sollten Sie beim Tierarzt nach geeigneten Waschlösungen fragen, denn sonst breiten sich die kahlen Stellen mehr und mehr aus und es wird immer schwieriger, den Hautpilz zu stoppen. Aber nicht nur das Pferd selbst, sondern auch die Hilfsmittel, die direkt mit dem Fell Kontakt haben (Putzzeug, Decken, Gurte), müssen mit einer geeigneten Waschlösung behandelt werden.
Achten Sie außerdem darauf, dass Sattel- und Putzzeug für jedes Pferd getrennt benutzt wird, um eine Ausbreitung auf andere Tiere zu vermeiden.

Ohne Huf kein Pferd:

Deshalb sollten Sie dem Huf und seiner Pflege größte Aufmerksamkeit widmen.

Reinigen Sie den Huf vor und nach der Arbeit mit einem Hufkratzer. Dabei sehen Sie auch, ob alles in Ordnung ist - denn gerade Hufkrankheiten oder -verletzungen können den natürlichen Bewegungsdrang des Pferdes lähmen und schränken nicht nur das Wohlbefinden des Vierbeiners, sondern auch das Vergnügen seines Reiters ein.

 

Kratzen Sie den Huf Richtung Strahlspitze aus - aber nicht zu tief. Sie müssen nicht graben. Entfernen Sie außer Schmutz nur tote Hornteile von Strahl und Sohle.
Lorbeer - und Avocadoöl aktivieren das Hufhorn. Gesunde Hufe sind so bei täglicher Anwendung die Folge. Auch die Tierärzteschaft bestätigt, dass die Hufbehandlung keine lästige Routine, sondern absolute Pflicht für jeden verantwortungsbewussten Tierhalter ist, denn nahezu jeder normale Huf neigt zum Hartwerden.

 

 

 

Wie kann ich mein Pferd bei Behandlungen ruhig stellen?

Bei Behandlungen eines der Vorderbeine, lassen Sie am besten das gegenseitige Vorderbein anheben. So sorgen Sie dafür, dass das Pferd ruhig auf dem zu behandelnden Bein steht. Um eines der Hinterbeine ruhig zu stellen, lassen Sie das gleichseitige Vorderbein anheben.

Natürlich gibt es bei Pferden nicht nur Behandlungen an den Beinen. Die geeignete Ruhigstellung für Ihr Pferd sollten Sie am besten mit Ihrem Tierarzt absprechen. Bei ruhigen Pferden (die am besten bereits als Fohlen daran gewöhnt wurden) eignet sich einfaches Anbinden natürlich sehr gut. Sie sollten für das Anbinden nur kurze feste Stricke und selbstverständlich ein stabiles Halfter verwenden. Achten Sie auf mögliche Panikreaktionen, die auch bei den ruhigsten Pferden vorkommen können.

Bei sehr unruhigen Pferden nützt oft die Anwendung der "Nasenbremse". Es handelt sich dabei nicht um ein Folterinstrument (auch wenn es so aussehen mag) sondern zieht seine Wirkung aus einer akkupressurähnlichen Anregung der Produktion körpereigener Opiate. Verwenden Sie niemals selbst gebastelte Nasenbremsen, die eher schaden als nützen und drehen Sie den Strick immer nach oben.

Wenn auch diese Möglichkeit ausscheidet, kommt man um eine medikamentöse Ruhigstellung (Sedierung) nicht herum. Aber Vorsicht: Die Sedierung nützt nur, wenn sie rechtzeitig angewendet wird. Ist das Pferd bereits extrem verunsichert und unruhig, kann eine ungewünschte Umkehrung der Wirkung eintreten.